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Aktuelles
Der Abend nahte und Tanja, die Küchenchefin des Lagers, begann mit der Hilfe von vier Kindern das Abendbrot vorzubereiten. Bevor es jedoch ans Essen ging, versammelten sich alle Teilnehmer des Lagers im großen Essenszelt und Jonny, der Vorsitzende des KCL, eröffnete mit einer Ansprache das Trainingslager. Er begrüßte die Kinder und Jugendlichen aus Malchin, die Betreuer und Trainer, sowie die helfenden Eltern, die ihren Urlaub dort verbrachten, und stellte eben diese Leute den Teilnehmern vor. Dann eröffnete er das Abendbrot. Die Mahlzeiten verliefen stets nach dem gleichen Prinzip: Die Kinder saßen auf insgesamt vier Bierzeltgarnituren im Zelt. Tischweise stellten sie sich an der Essensausgabe an und bekamen vom Küchendienst ihre erste Portion. Nachschlag holten sie sich alleine. Als letztes waren meist die Trainer und Betreuer an der Reihe. Jede Mahlzeit wurde von Jonny beendet, wenn alle fertig waren. Man begann und endete gemeinsam. Oft wurden noch Informationen zum Tagesablauf gegeben, bzw. wiederholt. In diesem Fall wurde die Nachtruhe auf 22:00 Uhr festgelegt. Nach dem Auflösen der Tafel widmete sich der Küchendienst dem Abwasch, wobei jeder Teilnehmer sein eigenes Besteck abwusch. Danach bekamen sie Freizeit, die oftmals dazu genutzt wurde den Campingplatz weiter zu erkunden, baden zu gehen oder am inzwischen von mir entzündeten Lagerfeuer Geselligkeit zu genießen. Die Trainer waren grundsätzlich am Bus zu finden. Vor diesem waren zwei Gartenpavillons ähnlich eines Vorzeltes aufgebaut, unter denen Campingtische und Stühle standen. Von dort aus konnte man sehr gut den ganzen Platz, auf dem wir uns ausgebreitet hatten überschauen. Dieser Bereich war von den Kindern nur aufzusuchen, wenn sie Hilfe benötigten, gerufen wurden oder sonstige besondere Anliegen hatten. Hier wurden nämlich Trainingseinheiten, Tagesprogramm und sonstiges Organisatorisches geplant und besprochen. An diesem Abend wurden Trainingsgruppen eingeteilt. Dies geschah nach Alter und Leistungsfähigkeit der Sportler. Mir wurde die Gruppe der Altersklasse Schüler/innen B und Schüler/innen A, also Kinder von zehn bis 14 Jahren zugeteilt. Es war mit 13 Jungen und Mädchen die größte aller Trainingsgruppen. Um möglichst Leistungsstarke Gruppen zu formen, einigten wir uns darauf, Kinder, die über- bzw. unterfordert waren in den Gruppen auszutauschen. Dann wurde festgestellt, dass es problematisch wäre, meiner Gruppe ein Begleitboot zuzuteilen. Die Kinder waren bereits zu schnell um mit einem normalen Canadier begleitet zu werden und das Motorboot war den Ältesten zugeteilt worden. So fuhr ich in meinem eigenen Rennboot neben den Kindern her und hielt die Gruppe immer in der Nähe der anderen Begleitboote, die die kleineren Kinder und Anfänger begleiteten. Nachdem diese grundlegende Planung beendet war, folgte ein gemütlicher Abend am Lagerfeuer. Um kurz vor 22:00 Uhr verabschiedeten sich alle Kinder ins Bett. Die über 18jährigen Sportler durften selbst entscheiden wann sie schlafen wollten. Es galt jedoch der Grundsatz, dass sie am nächsten Tag pünktlich und fit zum Frühstück anwesend waren. Einige Minuten, nachdem die Kinder in ihren Zelten verschwunden waren, gingen Jonny und ich die Zelte ab, wünschten allen eine gute Nacht und mahnten zur Ruhe. Diese war ohne Zweifel schwierig durchzusetzen, da bei den meisten Kindern vor lauter Freude und Aufregung an schlafen nicht zu denken war. Irgendwann kehrte dann aber doch Ruhe ein und der Abend nahm am Feuer seinen Lauf. Es dauerte nicht lange, bis interessierte jugendliche Wasserwanderer den Weg zu unserem Feuer fanden. Sie waren durch die vielen Boote aufmerksam geworden und gesellten sich zu uns ans Feuer. Es entwickelte sich eine fröhliche Gesprächsrunde, in deren Verlauf unsere Gäste einiges über den Kanurennsport erfuhren. Auch ihr Interesse wurde verstärkt und wir erklärten uns bereit, ihnen am folgenden Tag die Möglichkeit zu geben in einem Rennboot zu fahren, bzw. es zu versuchen. Der nächste Tag begann mit dem Frühstück um 08:00 Uhr. Die Kinder waren teilweise schon sehr viel früher wach und mussten ein wenig in ihrer Lautstärke gebremst werden. Beim Frühstück wurde dann der Tagesablauf bekannt gegeben. Es sollten zwei Trainingseinheiten absolviert werden. Die Erste nach dem Frühstück, die Zweite nach der Mittagspause. Dieser Ablauf wurde zur Grundlage fast jeden Tages. Vor der ersten Trainingseinheit versammelte ich meine Trainingsgruppe und stellte mich noch einmal vor. Die Namen der meisten Kinder hatte ich mir inzwischen eingeprägt. In dieser ersten Einheit wollte ich sehen, wie der Leistungsstand der Kinder war, wo die Fehler in der sportlichen Technik lagen, wer motiviert war und wer die Gruppe wechseln sollte. Vom Ergebnis war ich überrascht. Sowohl die Leistung, als auch die Technik waren besser als erwartet. Die zwei Ältesten, Hanna aus Malchin und Marius aus Lübeck, beide 14 Jahre alt, wurden bereits nach dieser Einheit an eine leistungsstärkere Trainingsgruppe abgegeben, da sie schlicht unterfordert waren und außerdem bereits ohne ständige Aufsicht fleißig trainierten und sich nicht ablenken ließen. Die jüngeren Sportler neigten stark dazu, wenn sie sich unbeobachtet fühlten, miteinander zu reden und die Konzentration vom Paddeln abzuwenden. Hier war einiges zu tun und mir wurde deutlich, dass ich das Training abwechslungsreicher und anschaulicher gestalten musste, als ich gedacht hatte. Nach diesem ersten Training gab es eine Nachbesprechung auf unserem Lagerplatz. Das Schema Vorbesprechung Aufwärmen Training Nachbesprechung wurde die ganze Zeit über so beibehalten, getreu dem Motto Wir beginnen das Training zusammen, wir beenden das Training zusammen“. Kam jemand zu spät zu einer der beiden Besprechungen, machte er für jede Minute, die er sich verspätet hatte, zehn Liegestütze. So lernten die Kinder nicht nur Pünktlichkeit, sondern es entwickelte sich dadurch ein starkes Gruppenverständnis. Die Gruppe achtete darauf, dass alle rechtzeitig anwesend waren, mahnte sich gegenseitig zur Ruhe, während jemand sprach und half sich gegenseitig beim Tragen der Boote. Dieses Gruppenverständnis sah man auch außerhalb des Trainings, z.B. in der Freizeitgestaltung. Weitere Faktoren, die zu dieser Gruppendynamik beitrugen waren die Unterbringung in den Zelten, zu zwei bis fünf Kindern sowie gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Trainings. Der Campingplatz bot genügend Möglichkeiten, wie eine Badestelle, Fuß- und Volleyballfelder und jede Menge Platz, den es zu erkunden galt oder der für mitgebrachte Spiele, wie Kubb, riesige Schaumstoffbälle, Beachtennis und der gleichen genutzt werden konnte. Für derartige Aktivitäten blieb bei nur zwei Trainingseinheiten am Tag genug Zeit. Allerdings musste immer darauf geachtet werden, dass die tobenden Kinder bei Temperaturen, die sich grundsätzlich zwischen 30°C und 35°C im Schatten bewegten, genug tranken. Einige der Kinder spielten lieber alleine unter sich, während andere die Betreuer und Trainer baten mitzuspielen. Nur über Langeweile klagte nicht ein einziges Kind während der gesamten Zeit. An der Badestelle, wo sich bei diesen hohen Temperaturen, viele Kinder und andere Gäste aufhielten, war stets eine Aufsichtsperson anwesend, die sowohl für die Sicherheit der Kinder, als auch für die Rücksichtnahme auf fremde Campingplatzbesucher verantwortlich war. An diesem Posten wechselten wir Trainer und Betreuer uns ab. Deutlich zu bemerken war hierbei, dass die Kinder schnell ein Gefühl dafür entwickelten, ob sie andere Badegäste durch ihre Lautstärke oder zu wildes Toben und Wasserspritzen störten und sich gegenseitig regulierten. Besonders die jüngeren Kinder bis etwa 12 Jahre hatten Spaß daran mit mir und den anderen jüngeren Betreuern im Wasser zu spielen. Sie wollten ins Wasser geworfen werden, auf unseren Schultern Reiterkämpfe“ austragen, mit uns Ball und andere Spiele spielen. Hierbei war besonders darauf zu achten, dass das Risiko von Verletzungen und Unfällen deutlich minimiert wurde. Man musste seine Augen quasi überall haben und überaus aufmerksam sein. Nun kamen am Abend des zweiten Tages wie verabredet die Wasserwanderer, die uns am Vorabend am Feuer besucht hatten. Kurz vor dem Abendbrot wollten drei junge Frauen und ein junger Mann sich an den schwierigsten Sportgeräten des Kanusports versuchen. Man übertrug mir die Leitung dieser sehr öffentlichkeitswirksamen und spaßigen Aktion. So gab ich den Interessenten als erstes ein breiteres Rennkajak aus den 60er Jahren. Diese sind breiter und damit stabiler im Wasser als moderne Rennboote. Nachdem sie diese Aufgabe ziemlich gut gemeistert und ein ausgeprägtes Gleichgewicht bewiesen hatten, folgte eine Steigerung des Niveaus. Nun stellte ich mein Boot aus dem Jahr 2001 zur Verfügung. Dieses ist nur etwa halb so breit wie das vorher benutzte und dementsprechend kippeliger. Das merkten auch die jungen Leute, denn kaum saßen sie im Boot, kenterten sie auch schon. Dies war vor allem dem Spaß zuträglich, war das Wasser doch sehr warm. Inzwischen hatte sich unser gesamtes Trainingslager, sowie viele sonstige Besucher des Campingplatzes um uns versammelt. Es bereitete allen Anwesenden viel Spaß den Kanurennsport auf diese Weise kennenzulernen. Als Höhepunkt der Aktion versuchten sich die jungen Kanuwanderer an einem Renncanadier, den man im knien fährt. Auch hierfür reichte ihr Gleichgewichtssinn noch nicht ganz aus, was sie nicht davon abhielt es weiter zu versuchen und neben dem Boot herzuschwimmen. Später am Abend, wieder am Feuer, erzählten sie von dem Kanuverein in ihrem Heimatort und beschlossen sich dort nach Kanurennsport zu erkundigen.
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